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Ölziehen – eine Übersicht

Ölziehen

Das Ölziehen ist eine schon seit Jahrhunderten bekannte Methode der Entgiftung und Immunabwehrstärkung. Es ist in verschiedenen Kulturkreisen gleichermassen bekannt (z.B. in Indien, Schamanische Medizin…). In unseren Breitengraden wurde es durch den ukrainischen Arzt Dr. Karach (wieder) bekannt und beliebt.

Da immer wieder unterschiedliche Angaben über die zu verwendenden Öle (weit jenseits der ursprünglichen Empfehlungen) vorliegen, möchte ich hier eine kleine Übersicht geben.

Beim Ölziehen werden durch die Lymphflüssigkeit und über die Schleimhäute schädliche Bakterien (z.B. Streptococcus mutans), Viren, andere Krankheitserreger (z.B. Pilze), Giftstoffe (z.B. Amalgam) oder Medikamentenrückstände (z.B. Cortison) in die Mundhöhle transportiert (diese sind in der Öl-Zieh-Flüssigkeit nachweisbar). Dort werden sie vom Öl (den ungesättigten Stellen des Pflanzenöls) aufgenommen, gebunden und dem Körper entzogen. Das Immunsystem wird so entlastet. Da in der Mundhöhle beim Ölziehen eine Emulsion entsteht, werden sowohl fettlösliche als auch wasserlösliche Giftstoffe gebunden und ausgeschieden.

Zum dauerhaften Ölziehen ist biologisches, unraffiniertes Sonnenblumenöl am besten geeignet:
Es ist relativ geschmacksneutral und hat ausreichend ungesättigte Stellen an den Fettsäuren, um Giftstoffe zu binden. Ausserdem enthält hochwertiges Sonnenblumenöl einen hohen Anteil Vitamin E, welches während des Ölziehens über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Übrigens werden in allen traditionellen Ölzieh-Anleitungen mehrfach ungesättigte Fette verschiedener Art empfohlen. Niemals gesättigte Fette oder einfach ungesättigte.

Weniger geeignet ist das oftmals (aber nicht traditionell) empfohlene Olivenöl:
Es ist ein „einfach-ungesättigtes“ Öl und kann daher weniger Giftstoffe binden als „mehrfach-ungesättigte“ Öle. Das bedeutet: gleicher Aufwand bei bedeutend weniger Effekt.

Natürlich kann man auch andere hochwertige, mehrfach ungesättigte Öle (z.B. Sesamöl, Walnussöl, Distelöl) verwenden oder auch abwechseln: meist werden diese aber wegen ihres starken Eigengeschmacks abgelehnt.

Die intensivste Entgiftung über die Mundschleimhaut erreicht man durch das Ölziehen mit hochwertigem Leinöl:
Es wirkt auch schon ohne Ölziehen (also über die Nahrung aufgenommen) entgiftend – in Kombination mit dieser Methode erreicht man allerdings einen noch größeren Entgiftungserfolg!
Leinöl sollte aber nur ab und an intensiv zum Ölziehen verwendet werden, da es – bei Daueranwendung – unter Umständen Schäden an eventuell vorhandenen Kunststoff-Zahnfüllungen verursachen kann (Leinöl zersetzt jeglichen Kunststoff!)

Intensivkur mit Leinöl (wird einmalig durchgeführt):
Man nimmt (möglichst in der Früh auf nüchternen Magen) 1 EL Leinöl in den Mund und zieht dieses heftig zwischen den Zähnen (wie Mundspülen) durch. Möglichst den gesamten Mundraum kräftig mit Leinöl durchspülen.
Dies macht man bis das Leinöl einen unangenehmen Geschmack annimmt. Nun spuckt man das Leinöl aus und wiederholt diesen Vorgang so lange, bis nach ca. 5 Minuten Spülen kein unangenehmer Geschmack mehr entsteht oder/und das ausgespuckte Öl weiß wie Milch ist. Solange die Färbung der Flüssigkeit noch gelblich ist, ist der Vorgang noch nicht abgeschlossen. Das kann nach dem 2. bis 3. Mal Spülen oder auch später sein (je nach „Belastungszustand“ des Körpers).

Nach dieser Intensivkur setzt man für 6-8 Wochen das „klassische“ Ölziehen fort:
Dafür nimmt man nun hochwertiges Sonnenblumenöl und „spült“ mindestens 1x täglich für 15-20 Minuten (zum Intensivieren wird 3x täglich empfohlen) – möglichst in der Früh auf nüchternen Magen 1 EL Öl intensiv in der Mundhöhle. Je fester gespült wird, umso höher der Erfolg!

Ölziehen mit VCO:
Da VCO (Virgin Coconut Oil) ein gesättigtes Fett ist, wirkt es „nur“ lokal – da dafür hervorragend! Bei allen (auch entzündlichen) Problemen in der Mundhöhle/Zahnfleisch etc. und auch zum Aufhellen der Zähne ist VCO wunderbar geeignet und effektiver wie andere Öle. Allerdings wirkt VCO hier NICHT ganzkörperlich (reflektorisch bis in den Darm z.B.) da es gesättigt ist und daher keine Toxine binden kann.

WICHTIG:
Die im Mund entstandene „Spülflüssigkeit“ darf niemals geschluckt werden! Sie enthält nun die auszuleitenden Gift- und Schadstoffe.
 Nach dem Vorgang Zähne putzen.

Die Ölzieh-Kur wird (je nach Krankheitsbild und/oder weiterer Entgiftungsmaßnahmen) 2-3x jährlich durchgeführt.

Ein merklicher Erfolg ist am raschesten an Zähnen und Zahnfleisch erkennbar: Zähne werden sichtbar heller und das Zahnfleisch festigt sich merklich. Eventuelles Zahnfleischbluten hört auf und der Mundgeschmack wird besser.

Empfohlen ist das regelmäßige Ölziehen bei:

  • chronischen Erkrankungen (z.B. Krebs, Morbus Crohn, Colitis….)
  • Immunabwehrschwäche (häufige Erkältungen, Allergien…)
  • Herzkrankheiten, Lungenkrankheiten, Lebererkrankungen, Nierenkrankheiten und Blasenbeschwerden
  • Darmerkrankungen und Unverträglichkeiten, Mundgerruch
  • Hautproblemen (Schuppenflechte, Akne, Neurodermitis)
  • Migräne, Zahnschmerzen und Parodontose
  • Rheumatische Erkrankungen und Arthritis
  • Erkältungen, grippale Infekte, Stirn- und Nebenhöhlenverschleimung, Halsschmerzen

Hinweis:
Natürlich ersetzt das Ölziehen niemals den Gang zum Arzt und dient auch nicht als Ersatz klassischer Therapien sondern ist eine wunderbare Ergänzung derselben!

Erstverschlimmerungen sind möglich!
Wie bei allen wirksamen naturheilkundlichen Empfehlungen und Therapien kann es auch beim Ölziehen zu einer Erstverschlimmerung von entweder schon bestehenden Beschwerden kommen, oder es können „versteckte“ Symptome in den Vordergrund kommen.
Erstverschlimmerungen sind zwar unangenehm, man sollte aber das Ölziehen nicht abbrechen, sondern den Entgiftungsprozess fortsetzen!

Übrigens:
Zwei wissenschaftliche Studien belegen die Wirkung des Ölziehen bei verschiedenen, im Mund vorkommenden Bakterienarten. Streptococcus mutans – ein bakterieller Keim der für die Entstehung von Zahnkaries verantwortlich ist – wurde als Messfaktor für die Untersuchungen herangezogen.
Den Probanden wurde aufgetragen, 10 Minuten täglich ihren Mund mit Sesamöl zu spülen. Das Ergebnis zeigte nach 4 Wochen eine erheblich gesenkte Bakterienanzahl!

Tipp:
Wer mehr über natürliche Entgiftungsmethoden mit “Zutaten” aus dem Lebensmittelschrank erfahren möchte, dem empfehle ich unseren 3,5 stündigen Kurs (ja: ich hab heillos überzogen) samt ausführlicher Unterlagen mit detaillierten Kur-Angaben “Frühjahrsputz für den Körper”.
Es besteht die Möglichkeit diesen nachzuordern – dazu bitte eine e-mail an info@lowcarb-ketogen.de schicken. Weitere Informationen zum Inhalt des Kurses findet man HIER.

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