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Schilddrüsenerkrankungen aus der Sicht der TCM (Teil 1)

Hashi-Orchidee

Die TCM ist eine seit jahrtausenden bewährte Erfahrungsmedizin, die sich weniger um Symptombekämpfung, als auf Vorsorge und Ursachenbekämpfung spezialisiert hat.
Sie ist eine äußerst wirksame und hilfreiche Ergänzung zu unserer „Symptom-Bekämpfungs-Medizin“.

Ohne auf die äußerst komplizierten medizinischen Zusammenhänge und Erklärungsmodelle der TCM einzugehen (dies würde den Rahmen heillos sprengen) – fasse ich das Thema „Schilddrüsenerkrankungen“ nur kurz zusammen:

Laut TCM werden alle Hormone von der Nieren- (= Wasserelement) und Leberleitbahn (= Holzelement) produziert und mit dem Blut zu ihrem Bestimmungsort transportiert. Blut (unter diesem Begriff werden in der TCM ALLE „guten“ Körperflüssigkeiten zusammengefasst: Lymphe, Blut, Gelenksflüssigkeit, Schweiß, Augenflüssigkeit etc.) wird in der Milzleitbahn (= Erdelement) gebildet, von der Leberleitbahn gesteuert und von der Herzleitbahn (= Feuerelement) bewegt. Diese Abläufe werden hinwiederum von der Nierenleitbahn überwacht – sie ist ja für alle Abläufe im Organismus verantwortlich!

Schilddrüsenunterfunktion

Dieser Zustand wird in der TCM mit einer extremen Schwäche der Nieren- und Milzleitbahn erklärt.
Normalerweise liefert die Nierenleitbahn unser „Lebensfeuer“, welches sämtliche Abläufe und Funktionen in unserem Körper steuert.

Bei einer Schwäche dieser Leitbahn kann man sich das wie einen kalten Motor, der mit mangelhaftem Sprit versorgt wird vorstellen: er kann unmöglich den Organismus wärmen und Körperflüssigkeiten bewegen (kaltes Öl rinnt weniger gut wie warmes). Folge: es kommt zu Kälte, Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Wassereinlagerungen (Ödemen, geschwollene Lider, Cellulitis…).

Wenn man sich ein Bild vorstellt, wie Fische im Wasser (also Hormone im Blut) sich fortbewegen – so wäre die Unterfunktion ein ausgetrocknetes Flussbett in dem keine großen Fische (Hormone) überleben können.

Bei einer Unterfunktion ist üblicherweise das sogenannte „Nieren-Yang“ stark vermindert. Dieses sollte den Körper auf „Betriebstemperatur“ erwärmen und sämtliche Funktionen gewährleisten.

Typische Symptome eines Nieren-Yang-Mangels sind:

  • Frösteln
  • kalte Hände und Füße
  • Kältegefühl und Schmerzen im Lendenbereich (wird auf Bewegung besser)
  • Kälte und Schmerzen in den Knien (auf Bewegung besser)
  • Menstruationsprobleme
  • Schwellungen und Wassereinlagerungen besonders in den Beinen
  • allgemeine Schwäche und Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsmangel, Gleichgültigkeit
  • langsamer Puls und niederer Blutdruck

Nieren-Yang stärkende Lebensmittel:

  • Nieren
  • Hummer, Sardinen, Crevetten IMG_1536-imp
  • Hirsch, Lamm, Wild, Ente
  • Kohl, Lauch, Zwiebel, Wurzelgemüse…
  • Sternanis, Zimt, Rosmarin, Pfeffer, frischer Ingwer
  • rote und schwarze Datteln

Nieren-Yang unterstützende Hausmittel:

  • Fussbad mit Meersalz
  • chinesische Wärmeflasche
  • Ingweröl auftragen auf Ni#1 und LWS-Bereich
  • ständige Wärme im Rumpf-Lenden-Beckenbereich (Wärmeflasche, Angorawickel, Decke….)

Dieser Nieren-Yang-Mangel entsteht nicht von heute auf morgen: es geht IMMER eine Schwächung der Milz-Leitbahn und da im Besonderen des Milz-Yang voraus. Die Symptome werden meist übergangen – daher kann sich der Nieren-Yang-Mangel langsam aber sicher entwickeln! Um das Nieren-Yang aber optimal zu unterstützen ist es wichtig, auch das Milz-Yang zu beachten und entsprechend zu unterstützen.

Die Symptome eines Milz-Yang-Mangels sind:

  • weicher Stuhl
  • Blähungen
  • Appetitlosigkeit
  • Schwäche, Müdigkeit, Erschöpfung
  • „teigige“ Haut (wie mit Wassereinlagerungen)

Milz-Yang stärkende Lebensmittel:

  • Hühnerfleisch, Hühnerkraftsuppe Suppe-imp
  • Cayenne-Pfeffer
  • Fenchel, Muskatnuss
  • schwarzer und weißer Pfeffer
  • Hammelfleisch
  • Senf
  • Nelken
  • Dillsamen
  • Pistazien
  • Himbeeren
  • Walnüsse

Wie man merkt – einige Symptome sind Unterfunktions-Patienten wohl bekannt!
Bald folgt ein Beitrag mit detaillierten Ernährungsempfehlungen (östlich und westlich) sowie bewährten Hausmitteln um den lästigen Symptomen so gut wie möglich zu begegnen!

Weitere Informationen erwünscht? Dann bitte weiter runter scrollen – ein kurzes “Hallo” kommentieren und “weitere Beiträge per e-mail erhalten” anklicken – so entgehen keine weiteren Informationen! (diese Funktion geht leider nicht ohne Kommentar 🙁 )

 

33 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. hallo, über ernährungstips bei unterfunktion würde ich mich sehr freuen.
    danke + lg martina

    Antworten

  2. hallo,
    bitte kann ich noch mehr Informationen zur schilddrüsenunterfuntion erhalten? mein Arzt (gyn) hat diese bei mir vor 1 1/2 Jahren festgestellt und nehme seither auch hormontabletten (thyrex) Anfangs 25mikrogramm, später 50 Mikrogramm, und jetzt 50 und jeden Montag und Donnerstag 100 Mikrogramm. ich möchte lieber eine alternative Methode wie zb die der tcm Medizin ausprobieren, und die Medikamente (mit Absprache des Arztes natürlich) absetzen.
    ich waere dankbar fuer alle tipps bzw. empfehlungen.
    Lieben gruss, Mary.

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    • Medizinische Infos geb ich hier nicht Mary – sehrwohl aber immer wieder mal Gesundheitstipps. Wird bestimmt das eine oder andere für dich passend sein! Die Ernährung nach der TCM ist bei Unterfunktion supergenial!

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  3. Hallo,
    danke für die vielen Infos zum Thema Hashimoto. Ich lebe mit der Diagnose Hashimoto schon seit zehn Jahren, mal mehr, mal weniger gut. Ein Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und Bewegung sowie disziplinierter Ernährung ist für mich spürbar. Eine Low carb Diät habe ich noch nicht probiert, würde es aber unter Anleitung in Erwägung ziehen. Ich hoffe, noch mehr Infos zu erhalten!

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    • Als Einstieg und Umstieg Inga würde sich der 30-Tage-Reset-Kurs im September gut eignen: schau mal unter der Kategorie Veranstaltungen 😉 Würd mich freuen dich da zu treffen!

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  4. Hallo
    Möchte gerne mehr über Hashimoto und unterfunktion der Schilddrüse erfahren.

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  5. Hallo Daniela,

    erstmal vielen Dank für den interessanten Vortrag bei deiner Buchpräsentation in Innsbruck! Ich verfolge deine Beiträge in facebook mit großem Interesse und habe jetzt mal auf deine Website geschaut. Der Artikel über die SD-Unterfunktion ist sehr interessant … hab ich leider 🙁

    Ich freue mich schon auf weitere Beiträge und auf dein neues Buch!

    Liebe Grüße
    Eva

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  6. Dankeschön für die tollen Infos über die Schilddrüse! Bitte noch mehr Infos über Hashimoto und ob es irgendetwas zur Heilung oder Stillstand gibt…

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  7. Pingback: Schilddrüsenerkrankungen aus der Sicht der TCM (Teil 2) | LowCarbGoodies

  8. Hallo,

    habe auch Hashimoto und bin immer dankbar für Tipps um die Symptome zu lindern.
    Super finde ich auch die vielen, tollen Rezepte im Blog!!

    Danke dafür, und viele Grüße
    Rebecca

    Antworten

  9. Hallo,ich würde mich sehr über weitergehende infos über tcm in kombi mit schildrüsenunterfunktion/m.hashimoto fruen…danke!!:-)

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  10. Meine Freundin ist Hashimoto wieder losgeworden vielleicht hat sie instinktiv das Richtige gegessen?!?! Hätte auch gern mehr Infos. Danke

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  11. Ich bin auch sehr an weiteren Beiträgen interessiert, da ich eine Schilddrüsenunterfunktion (und chron. Magendarmprobleme) habe. Danke schon mal für den interessanten Post und für die tollen Rezepte sowieso=)

    Liebse Grüße,
    Miri

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  12. Wue verhält sich das mit Hashimoto?
    Hättest du da auch Infos?
    Lg Evelyn

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  13. Hallo!
    Ich würde mich sehr über Informationen zur Überfunktion freuen. Aufgrund bösartiger Tumore wurde meine Schilddrüse komplett entfernt. Um zu Verhindern, dass verbliebene Restzellen nachwachsen, muss ich nun eine medikamentöse Überfunktion haben, die mir ziemlich zu schaffen macht. Bin für jede Info und jeden Tipp dankbar.

    Liebe Grüße, Lenethu

    Antworten

    • Folgt bald Marlene! Schau auf alle Fälle mal auf LowCarb (so Low wie es grad geht) – dann ist schon mal 1 großer Stressfaktor (BZ-Schwankungen und dadurch Hormonschwankungen) weg.

      Antworten

  14. Hallo Daniela,

    da ich nicht so die “grosse Schreiberin” auf Fb bin, möchte ich mich endlich für Deine vielen Anregungen, Rezepte, Dein (scheinbar) unendliches Wissen und Deine Geduld mit den ständigen Rezeptforderern bedanken 😉
    Du sollst wissen, dass Du mir sehr geholfen hast, dass es mir viel besser geht. Seit dem Kurs im Februar hat sich mein Leben total verändert, es ist wieder lebenswert 🙂

    Liebe Grüsse
    Andrea

    Antworten

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