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Abnehmen mit LowCarb?

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Abnehmen mit LowCarb – aber wie?

Derzeit sind ja wieder alle Frauen- und auch Männerzeitungen voll mit DEN bombensicheren Abnehmtipps!

LowFat, LowCarb, Paleo, 1.000 Kalorien, 2/4/8/10-Wochen-Garantieprogramm, Fit im Schlaf (DAS wär etwas für mich 😀 ), Modelmasse in 8/4/10/sonstwas-Wochen, Mischkost mit Fleisch/ohne Fleisch/Vegan/ja-nicht-vegan, Getreidekuren nach der TCM/Ja-nicht-Getreide-weil-pööööse-Kuren und-soweiter-und-so-fort.

Die Nährstoffaufteilungen variieren in allen Schattierungen wie die Farben der Papageien im (Diät-)Dschungel: von 90%Fett bis gar-kein-Fett, von LowCarb/ketogen bis 80% Kohlenhydrate, von viel Eiweiß (möglichst durch teure Shakes) bis eiweißreduziert ist so ziemlich alles in den Empfehlungen vertreten.

Wie soll sich ein Laie zurecht finden wenn schon ich als Diätologin meist keinen Durchblick mehr hab?

Gemein haben all diese Empfehlungen, dass sie ALLE unglaubliche Erfolge versprechen! Und tatsächlich: viele der Empfehlungen führen bei vielen meist verzweifelten Leuten tatsächlich zum Erfolg – und wenn es nur ein kurzfristiger ist. Bei vielen klappt die eine Diät aber nicht, sondern genau die gegenteiligen Empfehlungen….. Es würd ja sonst die krassen gegensätzlichen Diäten bzw. Ernährungsformen von Atkins bis Vegan nicht geben!

Warum ist das so? Wo wir LowCarber doch „wissen“ dass „unser“ Weg der „einzig richtige“ ist? Ja: auch in der LowCarb-Szene gibts Kohlenhydrat-Phobiker/Apostel und natürlich auch solche, die die Sache etwas entspannter angehen (Entspannung ist immer gut – bringt Energie zum Fliessen – und auch Fett 😀 ).

Das „Geheimnis“ lautet: Jeder Mensch ist ein Individuum, jeder Mensch hat einen anderen Stoffwechsel, jeder Mensch hat andere Bedürfnisse, jeder Körper tickt anders! Stellt euch vor – jeder Mensch wär gleich, benötigt die gleiche Kleidung, Schuhe, Auto, Partner, Lebensumstände….. Grässlich!

Da ist es wohl naheliegend, dass es DIE Ernährungs- und
Bewegungsempfehlungen für ALLE nicht gibt!

Im Gegenteil: jetzt wirds kompliziert – DEN Standardplan gibts nicht (auch nicht von mir), sondern jeder muss für sich selber SEINEN Plan finden, der SEINE Bedürfnisse deckt und zu einem tollen Körpergefühl führt. Das beginnt bei SEINEM Idealgewicht (welches weit ausser dem errechneten „Idealgewicht/BMI“ liegen kann), führt über eine sehr individuelle Lebensmittelauswahl (mancher schläft auf Hühnchen ein, ein anderer wird fit wie ein Turnschuh) bis hin zu der sehr individuellen Nährstoffaufteilung (manch einer wird auf ketogene Ernährung schlapp, andere laufen Marathon damit) usw. usw.

Dieses Wissen birgt einen großen Nachteil einerseits für den Berater/Therapeuten/Diätologen aber auch für den Patienten: Es gibt keinen Standardplan/-diät/-bewegungsprogramm.

Der Therapeut ist gefordert Zeit in die Beratung zu investieren. Gezielte Fragen zu stellen, auf den Patienten einzugehen und für jeden einzelnen einen individuellen Plan zu erstellen. Das ist mühsamer als vorgefertigte 1.000 kCal-Pläne mit oder ohne Kohlenhydrate zu verteilen.

Der Patient ist aber noch mehr gefordert: er muss endlich wieder lernen auf seinen Körper und tape-403593_1280dessen Reaktionen zu hören! Selbst an den Empfehlungen des Beraters/Kursleiters fein-zu-tunen, anzupassen, korrigieren usw. Das ist um vieles mühsamer als einen Standardplan umzusetzen, Nährstoffe zu berechnen (mit Standardprogrammen mit Durchschnittszahlen….), Durchschnitts-Lebensmittel abzuwägen etc. (Falls es nicht klappt kann man immer noch dem Therapeuten/Berater die „Schuld“ geben…..)

Wer will denn wirklich „Durchschnitt“ oder „Standard“ sein?

Zeit mal das (Ernährungs-)Ruder selbst in die Hand zu nehmen!

Auch ich als Diätologin mit langjähriger Berufserfahrung musste lernen, dass von Mensch zu Mensch unterschiedliche Wege zum Ziel führen. Klar nach dem Motto:

„Was den einen nährt, macht den anderen krank“

maneki-neko-453089_1280Den ersten wirklich guten Einstieg schaffte ich mit der Ausbildung zur TCM-Therapeutin mit der chinesischen Diätetik! Da werden doch glatt sehr individuelle Ernährungsempfehlungen gegeben – je nach Zustand und Bedürfnis des Patienten!

Ein weiteres „Highlight“ in meinen Ausbildungen war die Erkenntnis, dass jeder Mensch ein unterschiedliches Stoffwechselprofil hat. Dieses ist tatsächlich genetisch festgelegt! Daraus erklärt sich z.B. der Unterschied in der Ernährung von Inuit (die sich fast ausschließlich von alaska-79932_1280Fett+Eiweiß ernähren und „pumperlgesund“ sind – also ohne Herzinfarkt etc.) und z.B. Afrikanern (die sich relativ KH-lastig mit relativ wenig Fett ernähren und ebenfalls gesund und leistungsfähig sind). Es leuchtet wahrscheinlich jedem ein, dass sich der Ernährungsplan grundsätzlich unterscheidet ob man dauerhaft in klirrender Kälte oder sengender Hitze lebt!
Es wurde gut beobachtet, dass die für uns typischen Krankheiten dramatisch zunahmen, sobald das jahrtausendealte Ernährungsprogramm zugunsten der üblichen Standardempfehlungen verändert wurde!tanzania-278367_1280

Nun ist es mir ein wirkliches Anliegen, dieses Wissen an meine Patienten/Gesundheitswillige weiter zu geben. Damit sie genügend „Werkzeug“ in der Hand haben an ihrem sehr individuellen Plan zu arbeiten! Die „Arbeit“ liegt also bei jedem selber – die Arbeit ist aber sehr spannend und zielführend! Ich kann bei dieser Arbeit höchstens mit Rat und Tat zur Seite stehen – nicht aber vorgefertigte Empfehlungen geben!

Zugegeben: Viele wollen das NICHT! Es ist ja ungewöhnlich, sich mal mit SICH selber zu beschäftigen! Kostet Aufmerksamkeit und Zeit. Könnte ja auch aus alten Mustern und Konzepten führen! Schreckliche Vorstellung für Viele!

Aber: es gibt auch wirklich viele, die die Nase voll haben von dem Diäten-Dschungel und die Regie über ihre Gesundheit/Gewicht/Wohlbefinden selbst übernehmen wollen!

Wer zu dieser Gruppe gehört – bitte weiter lesen 😉

Die 3 großen Kapitel LowCarb/chinesische Diätetik/Metabolic Typing lassen sich nämlich wunderbar verknüpfen!

Das Grundwissen darüber vermittle ich im Kurs „Abnehmen mit LowCarb Basics und Aufbau“.

Inhalte:

1. Hauptnährstoffe/LowCarb, Kalorien/-humbug, Wirkung der Hormone….

2. Einführung in die chinesische Diätetik, Stoffwechsel aus einer anderen Sicht erklärt, thermische Wirkung der Lebensmittel auf Körper und Stoffwechsel….

3. Einführung in die Stoffwechsellehre (Metabolic Typing), finden des eigenen Stoffwechseltypes…

4. Tipps zur Umsetzung des erworbenen Wissens

Dieser Kurs ist nicht nur für Abnehmwillige geeignet, sondern richtet sich an ALLE die an gesunder und individueller Ernährung interessiert sind! Gemeinsamer Austausch und Weiterbetreuung ist dann in der Facebook-Gruppe möglich – ich freu mich schon riesig drauf!

Weitere Informationen zum Kurs gibt es HIER

Da natürlich jedes Kapitel für sich äußerst umfangreich ist, habe ich auch einen noch genaueren Kurs zum Thema “5-Elemente-Lehre der TCM – LowCarb-tauglich” ausgeschrieben.
Falls Interesse besteht, biete ich gerne auch einen Kurs zum Thema “Metabolic Typing” an – die entsprechenden Ausbildungen hab ich ja.

Das wurde nun länger als geplant – hoffe doch, dass es so interessant war um bis zum Schluss zu lesen. Manche Themen sind mir nun mal sehr wichtig 😉 Danke für die Lese-Ausdauer!

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Daniela
    Ja du hast es auf den Punkt gebracht. Man muss auf sich selbst hören. Diese Erfahrung musste ich auch machen. Außerdem nervt es wenn jeder sagt das man mal abnehmen könnte man sich abrackert aber ständig Hunger hat. In Unterzucker kommt. Von den Ärzten hört man nur das es der persönliche Stress ist. Gehen Sie doch mal auf Kur. Aber wohin wenn man eine genehmigt bekommt. Bei meiner letzten haben wir auch gut Kh gekocht und schön kcal gezählt. Der gewohnte Einheitsbrei. Mit Low Carb hab ich abgenommen, trotz Haschimoto, bin Leistungsfähiger, Aber noch nicht am Ziel. Auch wenn ich mich besser fühle wie vor einem Jahr. Mein Gewicht purzelt nicht mehr so schnell, ja ok es gab auch mal wieder Nudeln (Buchweizen). Jetzt bin ich auch an dem Punkt das es ohne Training schwer wird. Trotzdem die Tendenz ist fallend. Ich hoffe das immer mehr Haschimoto Pat. bei den Krankenkassen mal ein bißchen Druck machen. Es gibt zu wenig Ärzte, Ernährungsberatern…… die sich auskennen. Auch da könnten die Kassen Geld sparen wenn sie richtig von Anfang an beraten würden. Ein weiterer Punkt sind unsere Hormone. Auch da sind wir selbst in der Pflicht. Aber auch hier gibt es wenig Ärzte die sich auskennen. Meist muß man sie selbst zahlen. Ich stecke mein Geld jetzt nicht mehr in die Ernährung sondern in Ärzte mit ganzheitlicher Erfahrung. Jeder Mensch ist individuell. Nicht nur die Persönlichkeit sondern auch sein Körper. 20 Jahre arbeite ich jetzt mit schwer Hirnverletzten Menschen in der Frührehabilitation. Manchmal werden schwer geschädigte Patienten wir schnell fit andere werden bis an ihr Lebensende stark behindert bleiben mit genau der gleichen Diagnose. Manchmal ist kaum ein Hirnschaden erkennbar aber der Pat liegt Jahren im Koma. Ja es gibt gewisse Verläufe die sich gleichen und da geht man auch schon wieder zu einer Standardisierung über. Leider. Wir sind Individuen jeder ist anders. Das muss die Medizin auch langsam einmal begreifen. Es gibt nicht nur Unterschiede zwischen Jung und alt. Zwischen Mann und Frau sondern zwischen jedem Menschen. Erst wenn wir das begriffen haben können wir etwas für uns selbst tun. Ja es kostet aber es ist in unseren Gesundheit, in unser Leben investiert. Das ist das kostbarste was wir haben.
    Daniela ich danke dir für diese Seite und die Zeit die du hier investierst. Leider habe ich immer noch keinen PC das ich an deinen Kursen teilhaben könnte. Aber bestimmt bald. Erst müssen mal die Hormone ins Gleichgewicht gebracht werden.;-) Ich hoffe das sich diese Investition in meinem Körper bezahlt macht.
    PS.: Eins noch, man sollte immer nur einen Schritt nach dem anderen tun. So weiß man ja was wirklich für einem gut ist. Und so lernt man auf seinen Körper zu hören.

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  2. Liebe Daniela,
    Danke für den gut geschriebenen Artikel. Ich kann das geschriebene nur bestätigen. Drei verschiedene Analysen haben mich als “viele Kohlenhydrate/Wenig Fett-Typ” eingestuft. (Speicheltest (Bodykey)/Ernährungsberatug mit Biotensor-Abfrage/Blutgruppen-Buch) und ich habe mit diesen Empfehlungen kein Gramm abgenommen und war immer hungrig. Dann haben ich es mit LowCarb und Ketogen (Phasenweise, wie mir gerade danach ist) probiert und fühle mich wesentlich fitter, bin weniger müde und habe die gewünschten Kilos abgenommen – mit dem Fazit also komplett zufrieden. Was nun noch fehlt, ist der Sport, um meinen Stoffwechsel anzukurbeln. Den zu integrieren fällt mir nach wie vor total schwer. Vielleicht sollte ich es doch mal mit einem Personaltrainer probieren… zumindestens für den Start 🙂
    Danke nochenmal für Deine informative Arbeit.
    Alles Liebe
    Anna

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      • Ich kann nur jedem empfehlen, sich einen Hund anzuschaffen…da kommt die Bewegung von selbst 😉

        Antworten

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